Garmin Velothon 2014

Bis jetzt konntet ihr mich auf meinem Weg zum Garmin Velothon 2014 begleiten und ein Großteil der Aktivitäten thematisierte die Vorbereitung auf dieses Rennen. Am 18.05.2014 war es nun soweit und der Garmin Velothon über die 120km Distanz stand auf dem Programm.

Erst einmal möchte ich ein kurzes Wort über die Vorbereitungen für das Rennen verlieren.

Am Donnerstag fuhr ich nach Berlin, um meinen Startunterlagen abzuholen. Die Akkreditierung war direkt gegenüber des Brandenburger Tors positioniert und war nicht zu übersehen. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und es gab keine Warteschlangen, sodass ich nach wenigen Minuten meinen Starterbeutel in der Hand hielt. In diesem befanden sich: Flyer mit wichtigen Informationen zum Rennen, Sattelüberzug, Aufkleber von Garmin, einen Trinkflasche, ein Müsliriegel, Pistazien, Startnummer, Transponder für die Zeitnahme, Gutschein für ein Erdinger Alkoholfrei und diverse Broschüren.

Am Samstag, also den Tag vor dem Rennen bereitete ich meine Ausrüstung für das Rennen vor. Die Startnummer wurde am Trikot befestigt, der Transponder am Lenker festgemacht, Kleidung für die Zeit nach dem Rennen eingepackt und Kleidung, welche ich während des Rennens tragen sollte wurde zurechtgelegt. Bei der Verpflegung entschied ich mich für einen Müsliriegel, 4 Energygels, eine Banane und den Müsliriegel, der im Starterbeutel beinhaltet war. Bei der Bekleidung für das Rennen tat ich mich schon etwas schwerer, da ich die Wetterprognosen für Sonntag nicht so recht glauben wollte. Es standen nämlich Temperaturen bis maximal 15°C und Dauerregen auf dem Programm. Ich entschied mich also für eine lange Radhose, ein Under Armour Coldgear Shirt, eine Regenjacke und ein Radtrikot. Außerdem kamen meine neuen Radschuhe Sidi Eagle 5 zum Einsatz (ein Testbereicht folgt).

Nun aber zum Renntag

Ich stand Sonntag kurz vor 7Uhr auf um zu Frühstücken und mich anzuziehen. Leider behielt der Wetterbericht recht und es regnete. Ich entschied mich den Zug um 8 Uhr zu nehmen und war ein wenig skeptisch ob die Zeit ausreichen würde, denn Start war 9:40Uhr und ich hatte keine Ahnung wie lange ich bei der Startbeutelabgabe benötigen würde und vor allem ob die Deutsche Bahn pünktlich sein würde. Mit der Bahn klappte alles halbwegs zufriedenstellend (5 Minuten Verspätung) und so fuhr ich vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor. Leider waren schon einige Bereiche abgesperrt, sodass ich gezwungen war einen Umweg zu fahren. Bereits jetzt waren meine Füße klitschnass. Ich habe zwar Überschuhe zu Hause, aber aus irgendeinem Grund hielt ich es für nicht notwendig diese mitzunehmen. Nachdem ich den Startbereich erreicht hatte, gab ich erst einmal meinen Starterbeutel ab, in welchem sich Duschzeug und warme Klamotten befanden. Danach machte ich mich auf den Weg in den Startblock F. Nun hieß es warten und der Regen fiel unaufhörlich, sodass ich ein wenig fröstelte.

http://eiswuerfelimschuh.files.wordpress.com/2012/06/berlin-velothon-rennrad-strecke.jpg

120km Strecke des Garmin Velothons 2014

Etwa 9:40Uhr fiel dann auch der Startschuss und der Tross setzte sich in Bewegung und neben dem Regen bekam man nun auch jede Menge Wasser ins Gesicht, welches von den Hinterrädern der Vordermänner hochkatapultiert wurde. Die Anfangsphase des Rennens nutze ich um mich erst einmal warm zu fahren und vor allem um das richtige Hinterrad zu finden. Die erste Stunde verging wie im Flug und ich denke, dass ich diese ziemlich schnell angegangen bin, da ich keinerlei Möglichkeit hatte die Daten auf meinem Garmin Edge 500 zu lesen. Zum einen war meine Brille sehr nass und das Garmin auch. Die Fahrt durch den Grunewald war sehr schön, denn hier schütze das dichte Blätterdach vor Regen und das hügelige Gelände fuhr sich sehr gut und es machte Spaß sich mit anderen am „Berg“ messen zu können. Danach führte uns die Strecke in Richtung Ludwigsfelde und auch hier konnte ich leider nicht viel von der Landschaft sehen, da mein Fokus auf den Hinterrädern der Vordermänner lag. Am Streckenrand jubelten einige tapfere Zuschauer den Fahrern zu und auch die Streckenposten waren bemüht lautstark auf Gefahrenstellen aufmerksam zu machen. Generell wurde vor besonders gefährlichen Stellen sehr gut auf diese hingewiesen und auch die Strecke war toll abgesperrt. Meine Beine fühlten sich gut an und ich kam mir erstaunlicherweise sehr trocken vor, obwohl ich nach dem Rennen total durchnässt war. Ich hatte während des Rennens auch keine Ahnung wie lange wir schon unterwegs waren, da ich wie bereits erwähnt mit Sichtproblemen zu kämpfen hatte. In Ludwigsfelde angekommen, war eine Strecke von 73km in etwa 2h zurückgelegt worden und ich fuhr den dortigen Verpflegungspunkt an, um meine Trinkflasche neu zu befüllen und einen Riegel zu essen. Danach ging es weiter Richtung und Berlin und ein Highlight war sicher das Befahren der B101, welches bei schönem Wetter sicherlich noch mehr Spaß gemacht hätte. Hier hatten das Feld auch mit Gegenwind zu kämpfen und auch ich fuhr einige Zeit an der Spitze des Feldes um Tempo zu machen. Bisher lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei knapp 35km/h, aber auf der B101 bewegten wir uns nur mit etwa 31km/h fort. Wieder in Berlin ging es über das Tempelhofer Feld Richtung Kreuzberg und Neukölln. Hier zeichnete sich ab, dass ich an diesem Tag sehr gute Beine haben sollte, denn zum einen fuhr ich weit vorne in der Gruppe und zum anderen führte ich das Feld oftmals an. Nach dem Tempelhofer Feld fuhr ich sogar ein Stück alleine, da ich mich gut fühlte und eine gute Zielzeit anstrebte. Während der letzten 10km fuhr ich oftmals auch an der Spitze und führte die Gruppe auf den letzten 5km sogar an, das Tempo lag hier bei etwa 35km/h und so überholten wir noch zahlreiche Fahrer. In Höhe des Berliner Hauptbahnhofes passierte ich die 3km-Marke und mobilisierte nochmals die letzten Reserven. An der Siegessäule ging es dann auf die längste Zielgerade der Welt (so der Veranstalter). Ich zog noch einmal das Tempo an, wurde dann aber auf dem letzten Kilometer von einigen Fahrern überholt, welche sich vorher im Windschatten aufhielten. Die letzten 200m fuhr ich gemütlich durch das Ziel und die Freude war groß, als ich meine Eltern und meine Freundin erblickte. Sogar mein Name wurde auf der Zielgerade genannte und meine Familie jubelte mir zu. Ich erreichte um 13:09Uhr das Ziel was eine Zeit von 3h21min bedeutete.

 

Nach den letzten Metern, die zum Ausrollen vorgesehen waren, gab ich meinen Transponder zurück und erhielt meine Medaille, mit welcher ich dann zur Gravur fuhr, um meinen Namen und meine Zielzeit eingravieren zu lassen. Danach holte ich meinen Starterbeutel ab und brachte mein Rad zum kostenlosen Fahrradparkplatz. Anschließend suchte ich die Duschen auf und schlüpfte in meine warmen Sachen. Währenddessen waren auch meine Eltern und meine Freundin vor Ort und ich holte mir mein alkoholfreies Erdinger ab. Danach gingen wir noch über die benachbarte Messe und machten uns dann auf den Weg nach Hause.

 

 

Auf das Profirennen hatte ich keine Lust mehr, da ich ein wenig sauer war, dass die Profis ohne Regen fahren durften 🙂

Die Auswertung auf meinem Garmin zeigt, dass die Strecke wohl nur 116km lang war. Auf der offiziellen Seite liegt meine Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 35km/h, bei Garmin und Strava jedoch „nur“ bei 34,6km/h. Es ist außerdem zu sehen, dass ich gegen Ende des Rennens noch einmal ordentlich Druck gemacht habe, was der ansteigende Puls verdeutlicht.

Auf Grund des Wetters blieben Medienberichten zufolge zahlreiche Fahrer zu Hause und dennoch gingen etwa 13.000 Radler an den Start. Meiner Meinung nach bemühten sich alle Teilnehmer Stürze zu vermeiden und so kam es während des Rennverlaufes aus meiner Sicht zu keinerlei Fahrlässigkeiten oder riskanten Manövern. Ich denke ich werde nächste Jahr wieder dabei sein und hoffe auf besseres Wetter, wobei es viel schlimmer ja nicht mehr werden kann. Offizielle Bilder von Veranstalter, welche von mir gemacht wurden gibt es hier. Da sind meiner Meinung nach schon ein paar Kracher dabei (Bild 1 und Bild 3) ^^Auf dem vierten Bild sieht man schön wie ich den Pacemaker gebe.

Liebe Grüße

Marc

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5 Kommentare zu “Garmin Velothon 2014

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    • Hey Daniel, ich bin letztes Jahr mit 2 Flaschen ausgekommen und würde dir auch 2 Flaschen empfehlen. Wenn du den Verpflegungspunkt ansteuerst könnte auch eine reichen. Bei meiner ersten Teilnahme hatte ich auch nur eine Flasche dabei, war dann aber auch an der Verpflegung. Wenn du die Möglichkeit hast zwei Flaschen mitzunehmen, dann mach das auch, denn es soll ja sehr warm werden.

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