Vattenfall Cyclassics 2014

Am Wochenende vom 22.08.2014-24.08.2014 fanden diesmal mit meiner Beteiligung die Vattenfall Cyclassics in Hamburg statt. Da ich beim Garmin Velothon Berlin auf den Geschmack gekommen war, meldete ich mich bereits im Juni für die Cyclassics in Hamburg an. Zur Auswahl standen die Strecken 55km/100km und 155km und ich entschied mich für die 100km Distanz.

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Strecke der Cyclassics in Hamburg (Rot 100km) Quelle: http://www.vattenfall-cyclassics.de/index.php/jedermann/strecken

Nun aber zum eigentlichen Wochenende in Hamburg. Ich reiste bereits am Freitag mit meiner Freundin an und bezog die Wohnung eines Freundes, welcher in Hamburg wohnt. Bereits am Freitag holte ich meine Startunterlagen ab. Die Organisation war genauso wie in Berlin hervorragend und so hielt ich nach wenigen Minuten meinen Starterbeutel in der Hand. Außerdem besuchten wir am Freitag und am Samstag die Innenstadt und neben dem Sightseeing stand auch der Besuch der Messe auf dem Programm, welche im Rahmen des Radrennens veranstaltet wurde. Hier gab es zahlreiche Aussteller und Anbieter, die ihre Produkte präsentierten. Am Samstag fand außerdem ein Jugendrennen statt, welches meine Freundin und ich besuchten. Die Teilnehmer des Rennens hatten mit dem Wetter zu kämpfen, welches zwischen Sonnenschein und Schauern nahezu im 30 Minuten-Takt wechselte.

Nach meinem Regenrennen in Berlin hatte ich keine Lust darauf schon wieder ein Rennen mit Dauerregen zu fahren und so drückte ich die Daumen für besseres Wetter am Sonntag. Bereits am Vorabend bereite ich mein Rad und meine Kleidung vor und ich entschied mich für die sichere Variante, was heißen sollte, dass ich mich dick anzog, denn im Gegensatz zu Berlin ist der Wind in Hamburg schon eine andere Hausnummer.

Sonntag morgen um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und die Sonne begrüßte mich. Sollte das Wetter diesmal mitspielen? Nach dem Frühstück ging es los, denn die Startzeit für meinen Block war für 8:30Uhr angesetzt. IMG_4660

 

Vor der Abfahrt zum Start bei meinem Kumpel in der Wohnung (noch sichtlich verschlafen).

Um zum Startbereich zu kommen musste ich noch etwa 8km mit dem Rad in Richtung Innenstadt zurücklegen und nach ein paar Minuten fahrt, war ich nicht mehr der einzige der mit dem Rad in diese Richtung unterwegs war. Ich erreichte meinen Startblock gegen 7:40 Uhr und das war im Nachhinein ziemlich früh da ich nun knapp eine Stunde warten musste (das Wetter war aber auszuhalten).

Um kurz nach 8:30Uhr ging es los und die ersten Kilometer vergingen wie im Flug. Leider hat man ja selten Zeit sich umzuschauen und so bekommt man nur wenig mit was um einen herum passiert. Als erstes Highlight des Rennens möchte ich die Fahrt über die Köhlbrandtbrücke nennen, denn diese ist normalerweise nur mit dem Auto befahrbar und somit für Radfahrer nicht zu erreichen. Der Anstieg hinauf war meiner Meinung nach relativ leicht zu befahren, auch wenn mein Puls vielleicht etwas anderes sagte, aber ich hatte sogar kurz Zeit die tolle Aussicht zu genießen. Danach ging es im ordentlichen Tempo bergab und hinaus aus Hamburg in Richtung Süden. Wer denkt, dass es in Hamburg und Umgebung eben und flach ist hat sich geirrt, denn auch ich musste feststellen, dass das Profil sehr wellig war und immer wieder kleinere Hügel die Fahrt erschwerten. Das Tempo war mittlerweile ordentlich und ich hielt mich an eine Gruppe von Fahrern, bei welchen ich mithalten konnte. Bei Kilometer 30 folgte dann die Bergwertung, welche ich auf einem passablem Gesamtrank 1.068 von 7.440 Teilnehmern beendete. Kurz danach traf ich einen Kumpel aus Brandenburg auf der Strecke, welche nach eigener Aussage schon eine Weile hinter mit fuhr, aber nicht genau wusste ob ich es war. Wir unterhielten uns ein wenig und fuhren ein paar Kilometer gemeinsam, bis es etwa 20 Meter vor uns zu einem heftigen Sturz kam, bei dem ein Fahrer bewusstlos auf der Strecke liegen blieb. Danach verlor ich Max und am Ende kam er etwa 8 Minuten nach mir ins Ziel.

Der Gegenwind auf dem ersten Streckenabschnitt wechselte auf dem zweiten Abschnitt zu Rückenwind und nach etwa 55km passierten wir den Verpflegungsstand, welchen ich diesmal ausließ, da ich genug Essen und Trinken dabei hatte. Das Tempo zog noch einmal ordentlich an und auch ich beteiligte mich an der Tempoarbeit des Feldes. Wir überholten zahlreiche Teilnehmer und immer wieder fuhren langsamere Fahrer in der Mitte der Strecke, was häufig zu gefährlichen Situationen führte (also bitte Rechtsfahrgebot beachten. Bald passierte ich wieder die Hamburger Stadtgrenze und meine bevorzugte Gruppe forcierte das Tempo, sodass ich arge Probleme hatte dran zu bleiben. Die letzten 10 Kilometer führten uns noch einmal durch den Hafen und ich hatte das Glück das Profifeld zu sehen, welches gerade gestartet war. In der Hamburger Innenstadt wurde die wilde Fahrt abrupt gestoppt, da es zu einer Streckenzusammenführung mit den Fahrern der 155km Strecke kam. Einige Fahrer äußerten hier lautstark ihren Unmut und auch ich muss im Nachhinein sagen, dass dies nicht optimal ist, da man plötzlich von zahlreichen schnelleren Teilnehmern überholt wird und sehr aufmerksam sein muss.

Die Zielgerade war gut besucht und auch die Stimmung war bestens. Ich erreichte das Ziel in 2h52min und 31s, womit ich meine Wunschzeit von unter 3h erreichte. Dies entspricht einem Schnitt von 35.86km/h auf einer Strecke von 103,1km.  Mit Platz 1.642 von 7.440 auf der 100km Strecke bin ich sehr zufrieden und in meiner Altersklasse belegte ich von 562 Startern den 147 Rang.

 

Hier noch die Links zu meinem Rennen und das offizielle Ergebnis vom Veranstalter:

STRAVA

GARMIN

Ergebnis vom Veranstalter

 

Soweit zu meinem Rennen.

Nachdem ich mein wohlverdientes Erdinger Alkoholfrei abholte und meine Medaille gravieren ließ, machte ich mich auf den Weg zurück ins Hauptquartier, welches ich nach weigern 8km Fahrt erreichte. Nachdem ich die Körperpflege beendet hatte, packte ich unsere Sachen in mein Auto und suchte mit in der Nähe der Innenstadt einen Parkplatz, denn das einzige UCI World Tour Rennen auf dem Deutschen Boden wollte ich mir nicht entgehen lassen. Mit namhaften Rennfahrern wie Marcel Kittel, Andre Greipel und Mark Cavendisch war die Sprintelite bei diesem Rennen vertreten. Wir sicherten uns einen Platz auf der Tribüne und so konnten meinen Freundin und ich die Fahrer hautnah erleben.

Gewonnen hat das Rennen Alexander Kristoff, welcher bereits bei der diesjährigen Tour de France zwei Etappensiege für sich verbuchen konnte.

 

Mein Fazit:

– Hamburg ist immer eine Reise wert

– das Rennen ist gut organisiert und die Strecke ist sehr schön

– das Profirennen sollte man sich nicht entgehen lassen

Ich werde auf jeden Fall versuchen nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.

 

 

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2 Kommentare zu “Vattenfall Cyclassics 2014

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