Brandenburg an der Havel – eine fahrradfreundliche Stadt?

Die Saison neigt sich für mich als Schönwetter-Fahrer langsam dem Ende entgegen und deshalb möchte ich hier auf eine Abstimmung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs zum Thema Fahrradfreundlichkeit in Deutschen Städten aufmerksam machen. Die Abstimmung läuft vom 24.09.2014 bis Ende November 2014. Wenn mehr als 50 Fragebögen pro Stadt eingereicht werden, landet diese im bundesweiten Ranking.

Da in Brandenburg an der Havel bereits zahlreiche Projekte im Rahmen der BUGA 2015 angestoßen und umgesetzt werden bzw. wurden, kommt mir persönlich der innerstädtische Radverkehr etwas zu kurz. Die Radwege rund um die Stadt sind gut ausgebaut und auch ich bin häufig auf diesen unterwegs. In der Stadt Brandenburg stellt sich die Situation aber oftmals anders dar. Unübersichtliche Kreuzungen, schlechte Radwege und wenig Abstellmöglichkeiten für Räder  und Fahrstühle am Bahnhof, in welche nicht einmal ein Rad hineinpasst, sind meiner Meinung nach Alltag für Brandenburger Radler und Pendler, welche ihr Rad mit in den Zug nehmen. Auch die Ortseinfahrt nach Brandenburg, von Golzow kommend, ist verheerend. Radtouristen, welche aus Potsdam kommen, werden hier direkt einmal auf die Probe gestellt und dürfen den schlechten und schmalen Radweg in Richtung Innenstadt bewältigen.

Im Fahrradklima-Test 2012 wurden in Brandenburg an der Havel 125 Fragebögen ausgefüllt. Da geht meiner Meinung nach mehr.

Die Stadt Brandenburg an der Havel landete bei Städten unter 100.000 Einwohner im 252 Teilnehmer starken Teilnehmerfeld auf Platz 202 mit einer Note von 4,08. Der erste Platz ging an Bocholt (Bewertung: 2,16) und den letzten Platz belegte der Ort Linsengericht.

In die Bewertung fließen unter anderem Aspekte wie z.B. die Verfügbarkeit von Abstellanlagen, Breite der Radwege und Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Auf Platz 1. bei Städten über 200.000 Einwohnern landete die Stadt Münster (Bewertung: 2,61) und den letzten Rang in dieser Kategorie belegte die Stadt Wuppertal (Bewertung: 4,55). In der Kategorie unter 100.000 – 200.000 Einwohner landete Erlangen (Bewertung: 3,12) auf dem ersten Platz und Pforzheim (Bewertung 4,8). Die Landeshauptstadt des Landes Brandenburg, in welcher auch ich oft mit dem Rad unterwegs bin, landete hier auf dem vierten Platz (3,42). Diesen Eindruck kann ich soweit bestätigen, auch wenn ich noch nicht in Erlangen unterwegs war.

Den Link für die Abstimmung findet ihr hier: https://survey.team-red.net/index.php/441565/

Es wäre schön wenn alle Brandenburger, aber auch alle anderen Leser an dieser Umfrage teilnehmen, denn nur so kann man auf Missstände im städtischen Radverkehr aufmerksam machen und den Radverkehr in der eigenen Stadt nach vorne bringen. Die Umfrage dauert nur wenige Minuten.

Grüße

Marc

Advertisements

3 Kommentare zu “Brandenburg an der Havel – eine fahrradfreundliche Stadt?

  1. Die Radwege in der Stadt Brandenburg sind zum Teil echt noch verbesserungwürdig. Aber ringsherum um Brandenburg hat sich in den letzten Jahren schon eine Menge getan. Im letzten Jahr z.B. das Teilstück zwischen Pritzerbe und Döberitz. Somit kann mir direkt von Brandenburg über Havelsee nach Rathenow fahren. Das ist ein klasse Sache!

    Gefällt mir

    • Hallo Sebastian, mit deiner Aussage hast du natürlich recht! Die Radwege im Umland wie der Havelradweg nach Potsdam oder Rathenow sind wirklich klasse geworden, aber wie du schon sagst innerstädtisch besteht Verbesserungsbedarf!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s