Rietzer Einzelzeitfahren 2015

Bei sonnigem Wetter, Temperaturen um die 12°C und leichtem Wind aus Osten ging es für mich um kurz vor 9Uhr zum ersten Einzelzeitfahren meiner noch jungen „Karriere“ als Hobby-Radsportler. Das Zeitfahren findet in Rietz statt, was zwar administrativ nicht mehr zu Brandenburg an der Havel gehört, gefühlt aber schon. Es ist bereits die 11. Auflage und neben den zahlreichen Startern aus Brandenburg an der Havel und Umgebung kommen auch einige Fahrer aus dem übrigen Land Brandenburg. Insgesamt starten um die 150 Fahrer im Abstand von 45 Sekunden auf der 11,8km langen Strecke und die Startplätze sind heiß begehrt und schon nach kurzer Zeit vergeben. Das Rennen wurde in diesem Jahr von den Wasserfreunden Brandenburg e.V. und dem Kreissportbund Potsdam-Mittelmark organisiert und ich möchte hier mein Lob für die tolle Veranstaltung loswerden. Weiter so!

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Die 11,8km lange Strecke des Rietzer Einzelzeitfahrens (Quelle: OSM)

Soviel zu den Eckdaten der Veranstaltung. Nachdem ich mir meine Startunterlagen (Transponder und Startnummer), zu denen auch ein Gel, Aufkleber und Info-Material gehörte,  abgeholt habe und diese fachgerecht montiert hatte, fuhr ich die Strecke noch einmal im gemäßigten Tempo ab. Zum einen wollte ich mich vernünftig warm machen und zum anderen noch einmal den Verlauf der Strecke einprägen. Nachdem dies erledigt war kehrte ich zum Startbereich zurück und die Organisatoren richteten ein paar Worte an die Teilnehmer. Auch der „Rietzer Radteufel Diddi“ war vor Ort und unterstützte die Fahrer auf der Strecke. Um 10:06,45 Uhr ging es dann für mich auf die Strecke und vor lauter Nervosität vergaß ich mein Garmin zu starten, was sich bei mir aber erst nach der Hälfte der Strecke durch das automatische Abschalten bemerkbar machte. Doofe Geschichte…

Auf dem ersten Teil der Strecke fühlte ich mich irgendwie nicht so stark und der leichte Gegenwind machte mir zu schaffen. Als es durch Rietz ging und zahlreiche Anwohner lautstark anfeuerten lief es schon etwas besser. Die Geschwindigkeit war für mein gesetztes Ziel –  unter 20 Minuten zu bleiben – aber ein bisschen zu niedrig. Nach der Wendeschleife wurde ich dann gleich noch von der 45 Sekunden hinter mir gestarteten Dame überholt, was nicht unbedingt innere Jubelstürme in mir auslöste (Nachtrag: besagte Dame belehrte den ersten Platz bei den Frauen). Ich versuchte also, denn Abstand zu ihr nicht zu groß werden zu lassen, was auch einigermaßen gelang. Immerhin konnte ich einen vor mir gestarteten Fahrer überholen, der es sich dann auch in meinem Windschatten gemütlich machte, was ja im Zeitfahren eigentlich nicht üblich ist. Mit Rückenwind ging es dann auf die letzten 4-5 km und just in diesem Moment ging mein Garmin aus. Ohne Puls-, Geschwindigkeits- und Trittfrequenzkontrolle versuchte ich also eine ordentliche Leistung abzuliefern. Mein Zielspurt war nicht mehr von Explosivität gezeichnet und mein Puls bewegte sich so bei 187 Schlägen pro Minute, sodass ich im Ziel auch nicht auf meine Zeit schaute. Danach war leichtes ausrollen angesagt und ich brachte meinen Transponder und meine Startnummer zu den netten Damen am Getränkestand, welche mir meine Teilnahme-Medaille, eine leckere Apfelschorle und 20€ Transpondermiete überreichten. Danach ging es mit einem komischen Gefühl nach Hause, da ich nicht wusste ob die Zeit meinen Vorstellungen entsprach. Außerdem stand noch der Besuch auf dem Spargelhof an, den ich nicht verpassen wollte 🙂

Die Ergebnisliste ist seit wenigen Minuten online und ich habe mein Ziel erreicht. Mit 19:55,86  Minuten (35,52 km/h) belegte ich insgesamt den 85 Platz von 149 Starten. Ich bin zufrieden und für 3 Mal Zeitfahrtraining als Vorbereitung sehe ich durchaus Verbesserungsbedarf für das nächste Jahr. Gewonnen hat der Brandenburger Sascha Dittfurth, der mit 15:41 min und einem Schnitt von 45,13km/h eine Topleistung und einen neuen Streckenrekord ablieferte. Insgesamt war das Leistungsniveau ziemlich hoch denn bis Platz 26 fuhren die Teilnehmer einen Schnitt von über 40km/h.

Ich bin im nächsten Jahr hoffentlich wieder dabei, denn die Veranstaltung ist super organisiert, fürs leibliche Wohl ist gesorgt und die Bewohner aus Rietz sorgen für eine tolle Stimmung an der Strecke. Lob auch noch einmal an die Veranstalter.

Sportliche Grüße

Marc

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3 Kommentare zu “Rietzer Einzelzeitfahren 2015

  1. Pingback: Rietzer Einzelzeitfahren 2017  | Marcs Rennradblog

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