Garmin Velothon 2015 in Berlin

Auch in diesem Jahr war ich wieder beim Garmin Velothon in Berlin dabei. Der Unterschied zum letzten Jahr?

Klasse Wetter, ein veränderter Start-Ziel-Bereich und mehr Trainingskilometer.

Pünktlich um halb sieben holte mich mein Wecker aus dem Schlaf und da ich das Rad und mein Trikot schon präpariert hatte, hieß es nur noch Trinkflaschen befüllen und Frühstück machen. Gesagt getan und schon ging es mit dem Zug um 7:30Uhr in Richtung Bundeshauptstadt. Die Zugfahrt verlief problemlos und das Abteil füllte sich von Station zu Station mit hochwertigem Rennrad-Material.

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Es ist angerichtet… erste richtige Bewährungsprobe mit dem „neuen“ Rad.

 

Am Berliner Zoo angekommen ging es in Richtung Startbereich, welcher in diesem Jahr – auf Grund des anstehenden Champions League Finales- in Richtung Ernst-Reuter-Platz verlegt wurde. Die Startbeutelabgabe verlief reibungslos und ohne langes Warten. In diesem Jahr startete ich auf Grund meiner Leistung im Vorjahr (den Bericht dazu gibt es hier) aus dem Startblock C. Anfangs war dieser noch relativ leer, aber schnell strömten zahlreiche Mitstreiter in den Block und es wurde zunehmend enger.

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Startblock C gegen 8:30Uhr und der selbe Startblock kurz vor dem Start um 09:25 Uhr

Die Zeit bis zum Start verging ziemlich langsam, wurde mir aber durch die Moderation des Veranstalters und Musik verkürzt. Außerdem hatte man die Möglichkeit die Spitzengruppe der 60km Strecke, die nach etwa 1h30min im Ziel ankam, zu bestaunen. Nun ging es langsam in den vorderen Startblöcken los und um 09:25 Uhr fiel auch der Startschuss für meinen Startblock.

Am Anfang des Rennens geht es bei mir immer darum ein für mich ordentliches Tempo zu finden und sich einer Gruppe anzuschließen, die dieses Tempo ungefähr fährt. Dies gelang in der ersten halben Stunde auch ganz gut, auch wenn das Tempo vielleicht ein bisschen zu hoch war und der Puls nur selten unter 170 Schlägen pro Minute blieb. Generell verging die erste Stunde rasend schnell, doch leider hatte ich ab Grunewald nur eine kleine Gruppe von 4 Mann in der wir versuchten das Tempo hochzuhalten. Dies gelang zwar gut, aber natürlich nicht so gut wie in einer größeren Gruppe. Nach ein paar Kilometern rollte dann aber eine größere Ansammlung von Fahrern an uns vorbei und ich hängte mich an deren Hinterräder. Positiv und definitiv dem guten Wetter geschuldet war, dass am Straßenrand zahlreiche Zuschauer standen, die uns Teilnehmer motivierend anfeuerten. Danke dafür!

Bis Ludwigsfelde hatten wir mit Gegenwind zu kämpfen und so fiel das Tempo zeitweise ein wenig ab. Ein wichtiger Aspekt bei einem solchen Rennen ist natürlich auch die Verpflegung, denn vor lauter Hektik darf man nicht vergessen zu essen und zu trinken. Nachdem ich bereits im Grunewald ein leichtes zucken in der rechten Wade vernahm, versorgte ich mich umgehend mit einer Banane und einem Gel und auch während des weiteren Rennverlaufs klappte es mit dem Versorgen ganz gut. Den Verpflegungspunkt bei Kilometer 75 ließ ich in diesem Jahr aus, weil ich genug dabei hatte. In Ludwigsfelde, dem südlichsten Teil der Strecke bogen wir dann auf die B 101 ab. Letztes Jahr bei Regen und Gegenwind noch eine Qual, durfte ich dieses Jahr Sonne und Rückenwind genießen und so rollten wir mit 40km/h im Schnitt in Richtung Berlin. In Berlin ging es dann auf das Tempelhofer Feld und dann Richtung Alexanderplatz. Hier kam es darauf an, sich einer Gruppe anzuschließen, die ihr Pulver noch nicht verschossen hatte. Mit der Gewissheit nur noch 20 Kilometer oder einer knappen halben Stunde bis ins Ziel zu haben, gab ich noch einmal alles und fuhr sogar ein wenig im Wind bzw. fuhr Lücken wieder zu. Eine Quälerei, aber die Beine waren gut und es machte Spaß. Die letzten 5 Kilometer fuhr ich dann am Anschlag und auf der Zielgerade war der Puls dann am Limit. Das Rennen war vorbei und ich sehr glücklich. Hinter der Zielgeraden winkte ich dann noch meiner Familie zu und nachdem ich den Transponder zur Zeitmessung zurückbrachte und ein Erdinger Alkoholfrei in der Hand hatte dauerte es nicht lange, bis ich Sie im Getümmel traf.

Bildschirmfoto 2015-06-01 um 09.18.30

Hier meine Eckdaten zum Rennen. Genauere Details auf Strava.

Nach dem kurzen Plausch mit meiner Familie ging ich zur Medaillengravur und hier sah ich dann meine offizielle Zeit von 3h 10min 28s, die eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr darstellt. Auch der Schnitt von 37.46 km/h stellt eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (34.6km/h) dar. Der Sieger der 120km Strecke brauchte sportliche 2:46h.

Von 3.632 Teilnehmern auf der 120km Strecke belegte ich den 1.228 Platz und in meiner Altersgruppe (276 Starter) belegte ich den 105 ten Platz. Im nächsten Jahr peile ich dann eine Zeit unter 3h10min an und hoffe, dass ich in meiner Altersgruppe unter die besten 100 komme.

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Zufrieden! Achja … ich liebe meine Ultegra Di2.

Nachdem ich meinen Starterbeutel abgeholt und geduscht hatte, besuchten ich mit meiner Familie noch die Messe und auch hier war viel los. Insgesamt gefiel mir der Start- und Zielbereich in diesem Jahr deutlich besser, da alles entspannter und irgendwie großräumiger war. Von mir aus kann es gerne immer so sein.

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Bild von der Messe.

Abschließend noch eine kleine Einschätzung von mir, was so eine große Veranstaltung ausmacht: ein besonderes Flair, viele Gleichgesinnte, ein irres Tempo, ein tolles Rahmenprogramm und beste Organisation.

Ich fand den Velothon 2015 super und hoffe, dass das gute Wetter auch in den kommenden Jahren Gast bei diesem Event ist. So eine Veranstaltung ist nun einmal stark vom Wetter abhängig.

Ich möchte hier auch noch einmal allen Streckenposten und Helfern danken, denn ohne sie wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich. Außerdem noch einen Glückwunsch an alle Finisher, egal ob 60km oder 120km Strecke.

Grüße

Marc

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5 Kommentare zu “Garmin Velothon 2015 in Berlin

    • Hallo Christoph, also ich hab in diesem Jahr keinen Sturz miterlebt! Lediglich auf der Strecke hat man ab und an ein paar Leute gesehen, die gestürzt sind! Also meiner Meinung nach nicht gefährlicher als andere Veranstaltungen. War aber bisher nur 2 Mal dabei.

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      • danke für deine antwort! „nicht gefährlicher als andere“… wenn ich an meine teilnahme bei ähnlichen events denke, kann ich dem auch zustimmen. kommt auch auf weitere dinge an: z.B. wenn nach dem start gleich ein hügel ist, teilt sich das feld in kleinere gruppen, was es weniger gefährlich macht. wenn diese dann z.B. wegen weindstille auf den flachen passagen wieder zusammenrollen, wird’s wider eng und gefährlich. nässe tut auch das übrige. selbst kann man durch vorsichtiges fahren nur ein bisschen was für die eigene sicherheit tun, wenn man von jemand anderem „abgeräumt“ wird. es gilt halt für das stürzen das bei uns in österreich populäre floriani-prinzip, nach dem heiligen florian, dem schutzpatron der feuerwehr: „heiliger st. florian, verschon‘ unser haus, zünd‘ ein and’res an.“ 😉

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      • Ja da hast du Recht. Man kann noch so vorsichtig sein und aufpassen, wenn andere unaufmerksam sind wird man abgeräumt! Ist mir bisher noch nicht passiert, letztes Jahr bei den Cyclassics hat es 10 Meter vor mir ordentlich gekracht. Das möchte ich nicht unbedingt erleben.

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  1. Pingback: Velothon 2016 | Marcs Fahrrad-Blog

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