RTF Rund um Berlin 2015

Nachdem ich in diesem Jahr einige Termine in meinem Rennkalender ausfallen lassen habe – sei es durch Faulheit oder gesundheitliche Probleme – stand diesmal ein außerplanmäßiger Termin auf dem Plan. Vor ein paar Wochen war ich mit einem Kumpel unterwegs und überredete ihn sein RTF-Debüt bei der RTF Rund um Berlin zu geben. Nicht ganz unambitioniert, denn 220km sind schon eine Hausnummer.

Nichtsdestotrotz machten wir uns Sonntagmorgen auf den Weg in den Norden Berlins, wo der Start- und Zielbereich der Tour sein sollte. Nachdem wir unsere Startnummern abgeholt hatten, bereiteten wir unsere Räder für das Rennen vor. Wir wählten einen frühen Start, um bei möglicher Schwäche oder Defekt in eine nachkommende Gruppe fahren zu können. Dies war aber nicht nötig und so rollten wir die ersten 50km in einem gemütlichen, aber sportlichem Tempo von 34km/h bis zur ersten Kontrollstation. Eric – besagter Kumpel- gewöhnte sich schnell an das Fahren in der Gruppe und es machte ihm sichtbar Spaß. Die nächsten Kilometer vergingen zügig und so war bald die zweite Kontrollstation erreicht. Wir durchquerten viele Dörfer, aber auch einige Städte, in denen die Ampeln häufig den Fahrfluss beeinträchtigten. Das Tempo im Feld war ziemlich gleichmäßig und der Stundenschnitt kletterte über 35km/h. Einigen ruhigen Passagen folgten wahre Hetzjagden, bei denen der Puls ordentlich nach oben getrieben wurde. Hier hieß es an der Gruppe dranzubleiben und oftmals befanden wir uns am Ende des Feldes, sodass die Lücke nur mit fiel Krafteinsatz zu schließen war. Nach etwa 160km ging es dann in den Grunewald und hier wartete der legendäre Willy, welcher im flachen Berlin und Brandenburg nahezu ein Alpenpass darstellt. Dieser wirbelte das Feld auch ordentlich durcheinander. Ich konnte am Ende des Feldes schnell meinen Rhythmus finden, aber Eric musste abreißen lassen. Da ich versprochen hatte zusammen zu fahren, wartete ich auf ihn und wir fuhren dann hinter dem Feld mit einigen wenigen Fahrern. Kurz darauf konnten wir das Feld sehen, aber die zahlreichen Ampeln verhinderten den Zusammenschluss. Eric und ein anderer Fahrer legten die STVO einmal großzügig aus und schafften so den Anschluss an das Feld. Ich fuhr mit 2 anderen Fahren und die Ampeln verhinderten ein Aufschließen. Am letzten Kontrollpunkt erreichte ich das Feld und Eric reichte mir Wasser und Essen. Leider fiel die Pause kurz aus und so nahmen wir die letzten 30km in Angriff. Nach 5km fahrt in der Gruppe, war mein Tank auf einmal leer und ich bekam keinen Druck mehr auf das Pedal. So bitter es war, aber ich musste abreißen lassen und war mir den Konsequenzen -25km ohne Windschatten und ohne Kraft in den Beinen- bewusst. In der Situation dachte ich kurz ans Aufgeben, fuhr aber weiter. Die Radwege waren von nun an mein Revier und ich „schlich“ mit 25-30km/h gen Ziel. Selbst kleine Anstiege wie Autobahnüberführungen wurden zu unbezwingbaren Alpenpässen und das überqueren gelang nur langsam und im kleinen Gang. Nicht wirklich motivierend. Zu den hohen Temperaturen und dem Gegenwind gesellten sich ein leichtes Zucken in der Wade und die Tatsache, dass die Kilometeranzeige des Tachos nur schleppend arbeitete. Freuen konnte ich mich nicht einmal über die letzten 5 Kilometer, denn ich war fix und fertig. Ich kam etwa 20 Minuten nach der Gruppe ins Ziel, mit der Eric fuhr. Mein Schnitt senkte sich auf passable 32,5km/h, aber lieber wären mir natürlich die 34,5km/h gewesen, die Eric fuhr.

Ansonsten war die Veranstaltung super organisiert. Die Strecke war bestens ausgeschildert und die Verpflegungsstationen ließen keine Wünsche offen. Es gab Riegel, Bananen, belegte Brötchen und und und …

Obwohl ich eigentlich genug gegessen und getrunken hatte, vermute ich als Ursache für meine 25km Solofahrt, Flüssigkeits- oder Nahrungsmangel. Vielleicht steckten mir aber noch die 160km vom letzten Wochenende in den Beinen.

Hier noch meine Strava-Daten  und Garmin-Daten , sowie eine Karte, welche die Strecke und Orte zeigt, die wir durchquert haben. Interessant hierbei auch die Unterschiede bei der Kalorienberechnung. Garmin sagt 3.265 Kalorien und Strava 5.193 Kalorien, was einem Mehrverbrauch von knapp 60% entspricht. Spielt am Ende auch keine Rolle, wenn man nicht genug isst und trinkt 🙂

Insgesamt wurden 28 Gemeinden durchfahren.

Insgesamt wurden 28 Gemeinden durchfahren.

Beste Grüße und gute Fahrt!

 

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