Mit Sack und Pack durch die kalte Jahreszeit

Für den Gepäcktransport im Sommer habe ich mit der Vaude Off Road Bag ja bereits gute Erfahrungen gemacht. Doch wie schon erwähnt, stößt die Kapazität der Tasche im Winter schnell an ihre Grenzen. Denn für Winterjacke, Pullover und was man sonst noch so in der kalten Jahreszeit trägt, ist einfach nicht genug Platz vorhanden. Da der Winter uns bisher größtenteils verschont hat, suchte ich nach einer Lösung um wenigstens einmal die Woche mit dem Rad die Strecke von der Arbeit bis nach Hause zurückzulegen (je nach Route 40-55km). Irgendwie muss man sich ja fit halten. Zwar ist die Rolle eine gute Option, aber draußen fahren macht einfach wesentlich mehr Spaß.

Das bisher größte Hemmnis war bisher die fehlende Befestigungsmöglichkeit für meine Busch und Müller IXON. Die Zusatzbremshebel an meinem Focus Crossrennrad lassen keinen Platz für die Lampenhalterung und so wurde ich auf der Suche nach einer Alternative erst nach einiger Zeit fündig. Kurzfristig spielte ich schon mit dem Gedanken mir ein neues Rad anzuschaffen, welches mit einer Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger versehen ist. Aber da mit der Zeit die Ansprüche an die Ausstattung des Rades wachsen, ließen mich die Preise schnell von dieser Idee abkommen. Ein Glück stieß ich durch Zufall auf einen Lenker Adapter der Marke Point, welcher genau das richtige für mich ist. Die Montage funktionierte einwandfrei und so habe ich endlich die Möglichkeit meine Beleuchtung in der Lenkermitte anzubringen.

Als nächstes stellte sich die Frage des Gepäcktransportes. Wie schon in vorherigen Beiträgen erwähnt mag ich das Fahren mit einem Rucksack eher weniger und auch eine festmontierte und wenig flexible Lösung zum Gepäcktransport hielt ich für keine gute Option. Ich möchte mit meinem Rad nach wie vor durch den Wald fahren und empfinde einen Gepäckträger dort als störend. Außerdem habe ich Bedenken, dass die Geometrie des Rahmens eine Packtaschenlösung nicht zulässt. Also entschied ich mich es noch einmal mit einem Rucksack zu versuchen. Es gibt zahlreiche Modelle für Radfahrer und vor allem der Deuter Trans Alpine 30 erschien mir eine gute Lösung zu sein. Zunächst einmal organisierte ich mir aber einen Wanderrucksack meines Vaters ( Deuter mit 40 Liter Volumen), um zu testen, ob ich die Strecke von der Arbeit nach Hause ohne beschwerden mit einem Rucksack zurücklegen kann. Die ersten Praxistests zeigen, dass der Rucksack vollkommen ausreicht und die Rücken-, Schulter- bzw. Nackenschmerzen halten sich in Grenzen. Der Rucksack bietet ausreichend Stauraum und sitzt gut auf dem Rücken. Bedenken hatte ich bei der Höhe, denn ich befürchtete, dass es zu Konflikten mit dem Helm kommt. Dies ist aber zum Glück nicht der Fall.

Beim ersten Test merkte ich auf dem Weg zur Arbeit, dass ein Spritzschutz sinnvoll seien kann. Zwar gibt es zahlreiche Möglichkeiten Schutzbleche an Rennrädern zu montieren, doch die fehlenden Ösen an meinem Rad machen die Sache nicht unbedingt leichter. Vor einigen Jahren legte ich mir ein solches Schutzblech zu, welche ich den Tiefen des Kellers wiederfand. Etwas skeptisch montierte ich das Schutzblech an der Sattelstange meines Rades und ich muss sagen, dass das Schutzblech funktionell und optisch überzeugt.

Die ersten Fahrten mit dem Setup liefen wirklich ganz gut. Zwar hatte ich bei den ersten 2 Fahrten heftigsten Gegenwind (Böen bis zum 60km/h), aber es geht mir mehr um die Bewegung als um Geschwindigkeitsrekorde. Ich habe mir eine Route herausgesucht, welche 40km lang ist und auf der wenig Autos unterwegs sind. Neben der Beleuchtung am Rad trage ich noch eine Warnweste, weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob man mich dadurch wirklich besser sieht. Bei starkem Wind und leichten Regen verwendete ich einen Regenschutz für den Rucksack, welcher sich aber als ziemlicher Anker herrausstellte, denn bei Gegenwind bläst sich dieser wie ein Segel auf und versaut die Aerodynamik komplett.

Im Schnitt bin ich etwa 1-2 km langsamer als im Sommer. Es kommt natürlich zum einen auf den Wind an und zum anderen senken das zusätzliche Gewicht des Gesamtsystems und das Crossprofil der Reifen die Geschwindigkeit. Ich hoffe ich schaffe es einmal die Woche den Heimweg mit dem Rad zu nehmen, sodass die Form halbwegs über den Winter gerettet werden kann. Bei Temperaturen unter 0°C und möglicher Glatteisgefahr, werde ich mein Training aber wieder in den Keller verlagern.

Nachdem das schlimmste nun überwunden ist und der Winter scheinbar in Teilzeit geht, war ich mit dem gleichen Setup noch einige Male unterwegs. Momentan die einzige Möglichkeit unter der Woche an Kilometer zu kommen. Dennoch hat sich das System bewährt und mit den Straßenreifen läuft es auch wesentlich besser. Das Fahren mit dem Rucksack funktioniert ganz gut und Nacken- bzw. Schulterschmerzen blieben bisher aus.

Beste Grüße

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Ein Kommentar zu “Mit Sack und Pack durch die kalte Jahreszeit

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