RTF-Auftakt 2016 in Ortrand

snowdrops-663260_960_720Die ersten Frühblüher kommen langsam aus der Erde und auch die ersten Schneeglöckchen sprießen. In Anlehnung an dieses jährlich wiederkehrende Naturschauspiel fand der 7. Schneeglöckchenlauf in Ortrand statt. Nachdem ich nun offizielles Mitglied in einem Radsportverein bin (1. RSV Germania Gräben), habe ich mich dafür entschieden dieses Jahr ein paar Punkte für die RTF-Wertungskarte zu sammeln, denn ab 25 Punkten winkt eine Auszeichnung vom Bund Deutscher Radfahrer. So stand die gestrige Veranstaltung also im Zeichen des Saisonauftaktes und die 110 km Strecke auf ebenen Profil schien wie gemacht um die ersten 3 Punkte für die Wertungskarte einzufahren. *

Die Anfahrt nach Ortrand zog sich ein wenig und das Wetter auf der Autobahn machte wenig Lust auf Radfahren. In Ortrand angekommen entluden ein Vereinsmitglied und ich unsere Räder und holten anschließend die Startunterlagen ab. Dies klappte alles problemlos und so konnten wir uns und unsere Räder für die Strecke vorbereiten. Zu uns stießen noch zwei weitere Vereinsmitglieder, die uns auch gleich die neue Bekleidung für die Saison 2016 überreichten. Die Softshelljacke wurde an diesem Tag ausgiebig gestestet und für gut befunden. Um kurz nach 11 Uhr ging es auf die Strecke und wir starteten ziemlich weit hinten, sodass das Heranfahren an das vordere Feld oberste Priorität hatte. Bereits nach 3 Kilometern kam es direkt vor uns zu einem Sturz und wir erkundigten uns nach dem Wohl des gestürzten Fahrers. Damit war allerdings auch die Chance vertan an die vorderen Gruppen heranzufahren, was bei heftigen Wind aus Westen angenehmer gewesen wäre. Nach einer nervösen Anfangsphase wartete bereits der erste Verpflegungspunkt auf uns und es gab eine kleine Stärkung. Bis Bad Liebenwerda wehte der Wind von vorne und phasenweise konnten wir eine Gruppe finden, die Windschatten spendete. Wir fuhren aber auch zu viert in einer Staffelung, welche uns ideal vor dem Wind schützte. Unser Vereinsvorsitzender Daniel agierte dabei als Zugmaschine. Für mich eine neue Erfahrung, die auf jeden Fall Spaß gemacht hat. Sonst kannte ich das ja nur aus dem Fernsehen. Meine Form scheint in Anbetracht des Jahres ziemlich gut zu sein und so konnte ich auch bei Tempoverschärfungen in dieversen Feldern ohne Weiteres mithalten.

In Bad Liebenwerda gab es dann den vermeintlich leckersten Apfelkuchen, den ich je gegessen habe, aber der Wind und Temperaturen um 8°C luden nicht unbedingt zum Verweilen ein. Obwohl ich in diesem Jahr noch nicht soviel auf dem Rad gesessen habe, hatte ich das Gefühl gute Beine zu haben und fuhr erst einmal im Wind, welcher aber nun zum Glück von hinten wehte. Dabei musste ich einige Male auf meine Vereinskollegen warten, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht in Topform waren. Auf den letzten 40km warteten noch 1-2 kleine Anstiege, welche ich nutzte um meine Form zu testen. Fazit: passt 🙂

Die letzten 40 km fuhren wir überwiegend zu viert und so konnten wir die Zeit nutzen, um ein wenig zu plaudern. Daniel und ich agierten dabei als Zugmaschinen für die anderen beiden Mitfahrer. Nach etwa 100km gab es dann noch einmal einer Verpflegungsstation in der man sich aufwärmen konnte und in der warme Suppe gereicht wurde. Mit vollem Magen und dem Wissen nur noch 10 km fahren zu müssen, machten wir uns auf den Weg, um die letzten Kilometer zu bewältigen. Die Kraftreserven waren bei 50% unserer Gruppe schon ziemlich am Ende, sodass wir ein gemütliches Tempo fuhren. Ab und an machte uns auch noch der Wind zu schaffen. Daniel und ich versuchten uns auf einem kurzen Stück noch einmal im Paarzeitfahren und auch hier merkte ich, dass meine Beine in guter Verfassung sind. Kurz vor Schluss mussten wir dann noch an einem Bahnübergang warten, bis wir dann endlich durchs Ziel fahren konnten. Der Großteil der Veranstaltung war schon vorbei und wir holten unsere Wertungskarten, Urkunden und eine Trophäe in Form einer Schneeglocke bei den fleißigen Helfern ab. Danach verluden wir unsere Räder und nahmen eine wohltuende Dusche in den Umkleidekabinen der Sporthalle. Herrlich!

Die Eckdaten.

Hier noch der Link zur Aktivität: https://www.strava.com/activities/522334256

Fazit:

  • die Form scheint bis hierhin zu passen
  • die neuen Jacken sind super
  • in der Gruppe fahren macht mehr Spaß als allein
  • die neuen Continental GP 4000 SII rollen Super
  • Ortrand ist ziemlich weit weg 🙂

Die letzte Woche war bis Dato die kilometerreichste in diesem Jahr und so fuhr ich 3x von der Arbeit nach Hause + die 110km am Wochenende = 258km. Ich hoffe, dass trotz Arbeit und anstehender Masterarbeit noch einige solcher Wochen dazu kommen.

Sportliche Grüße

Marc

* Für folgende Strecken gibt es unterschiedlich viele Punkte

  • 1 Punkt für 40 – 69 km
  • 2 Punkte für 70 – 109 km
  • 3 Punkte für 110 – 149 km
  • 4 Punkte für 150 – 199 km
  • 5 Punkte für ab 200 km
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Ein Kommentar zu “RTF-Auftakt 2016 in Ortrand

  1. Pingback: Spreewaldmarathon 2016 | Marcs Fahrrad-Blog

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