SKS Airboy im Praxistest

Man ist bei tollem Wetter mit dem Rennrad unterwegs und genießt die Natur und plötzlich merkt man, dass einer der Reifen Luft verliert und die Idylle gestört wird. Dieses Problem kennen wohl die meisten Radfahrer und um so ärgerlicher ist es, wenn eine tolle Fahrt durch einen „Platten“ unterbrochen wird. Die meisten von euch haben sicher immer einen Ersatzschlauch und eine Pumpe dabei und auch ich gehöre zu dieser Fraktion.

Lange Zeit hatte ich eine CO2-Pumpe in meiner Satteltasche, doch diese Variante ist nicht unbedingt optimal, wenn man beispielweise 2 Plattfüße hat. Im letzten Jahr trat dann die Firma SKS an mich heran und fragte mich, ob ich nicht eines Ihrer Produkte testen möchte. Die SKS Airboy Luftpumpe erschien mir äußerst interessant, da sie auf grund ihrer Größe in meine Satteltasche passte. Wenig später erhielt ich ein Paket, in dem die Pumpe lag. Die Pumpe kommt mit einer Halterung, welche am Flaschenhalter montiert werden kann. Dies habe ich bisher noch nicht getan, aber ich denke für einige ist dies eine elegante und unauffällige Lösung. Die Minipumpe ist schwarz, doch mittlerweile gibt es sie auch in anderen Farben.

Die Eckdaten der Pumpe:

  • Material: Aluminium
  • Gewicht: 62 g
  • Länge: 17,2 cm
  • maximaler Druck: 8 bar
  • Preis: ca. 20€

Die für mich wichtigste Eigenschaft der Pumpe liegt in ihrer Größe, denn Sie passt im Gegensatz zu anderen Minipumpen in meine Satteltasche, sodass ich sie jederzeit dabei haben kann. Mittlerweile verwende ich eine andere Satteltasche, sodass ich die Pumpe in der Trikot- oder Jackentasche transportiere. Hier merkt man die Airboy auf Grund des geringen Gewichtes kaum bis gar nicht.



In dieser Saison hatte ich noch keinen Platten auf der Fahrt, sodass ich die Pumpe noch nicht im „Einsatz“ testen konnte. Ich verwendete sie aber ein paar mal im Keller und wurde bislang nicht enttäuscht. Für diesen Eintrag habe ich die Pumpe noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Die geringe Größe der Pumpe ist Stärke und Schwäche zugleich, denn einerseits ist sie sehr handlich und leicht, andererseits sind rein physikalisch gewisse Einschränkungen bezüglich der Pumpleistung zu erwarten und nicht zu vermeiden. In großen Händen erscheint die Pumpe zunächst winzig und auch ich war anfangs skeptisch was die Handhabung betrifft. So klemmte ich mir bei den ersten Pumpversuchen ein wenig die Finger ein, da ich versuchte die Pumpe wie eine normale Luftpumpe zu halten. Mit der richtigen Technik geht das Aufpumpen aber locker und ohne Einklemmen von der Hand.

Natürlich kann man von einer kleinen Pumpe nicht die Pumpleistung einer großen erwarten, denn wo soll die Luft auch herkommen. So sind oftmals viele Pumpenhübe notwendig um ordentlich Druck auf den Reifen zu bekommen. Um so ärgerlicher ist es wenn die Pumpe das Ventil nicht vernünftig abdichtet. Die Airboy von SKS erfüllt ihren Job hier sehr zuverlässig und lässt keine Luft entweichen.

Ich habe die Continental GP 4000 SII in der 25mm Variante an meinem Rad und nach 100 Pumpenhüben habe ich ca. 1.0 Bar in den Reifen bekommen. Ich habe dann noch einmal 100 Hübe gemacht und wieder einen Bar mehr in den Reifen bekommen. Man kann also von 1 Bar/100 Pumpenhüben ausgehen.

Gemessen habe ich das übrigens mit dem SKS Airchecker, welcher ebenfalls ein sehr nützliches Tool ist, für genau solche Tests. Leider funktioniert dieser nicht immer zu 100%, sodass ich ihn nicht wirklich als Must-have bezeichnen würde. Wer aber stets seinen Luftdruck im Auge behalten möchte , macht hier sicher nichts falsch! Ansonsten verfügen die meisten Standpumpen ja über ein Manometer, sodass hier der Druck abgelesen werden kann.

Fazit:

Eine kleiner und vor allem leichter Wegbegleiter, der genau das erledigt für was er entwickelt wurde. Bei der Pumpleistung muss man Abstriche machen, aber besser 1 Minute länger pumpen, als ein Taxi rufen zu müssen. Das Gewicht unterschreitet die Herstellerangabe von 62 Gramm, laut meiner Küchenwaage um 3 Gramm.
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