Velothon 2016

Mit saftigen Muskelkater vom alljährlichen Firmenlauf (4,85km in 20min28s) und einem ungewissen Blick gen Himmel ging es Sonntag morgen um halb Acht mit dem RegionalExpress nach Berlin! Der Wetterbericht sagte keinen Regen voraus, doch spätestens nach dem diesjährigen Spreewaldmarathon bin ich da etwas vorsichtiger geworden. Im Zug wurde dann erst einmal ausgiebig gefrühstückt und neben 2 Brötchen, 1 Banane fand auch ein Redbull den Weg in meinen Magen (Grenzwertig am frühen Morgen).

Die Abholung der Startunterlagen am Freitag verlief nahezu problemlos, nur auf den Starterbeutel musste ich einen Moment warten, da der LKW mit den vielen Straßensperren in Berlin zu tun hatte. Der Inhalt wird leider von Jahr zu Jahr dürftiger, sodass neben der obligatorischen Trinkflasche und dem Hosenschutz, nur eine kleine Flasche Mineralwasser enthalten war (WOW)!

Jetzt aber zum Sonntag. Nachdem ich meinen Starterbeutel abgegeben hatte, machte ich mich auf den Weg in meinen Startblock. In den letzten zwei Jahren habe ich es geschafft mich in den Startblock B zu fahren, sodass ich eine bessere Zeit als im Vorjahr anstrebte. Der Start erfolgte pünktlich und das Anfangstempo ließ mein Garmin hauptsächlich eine Geschwindigkeit über 40km/h anzeigen! Die Anfangsphase verlief ziemlich nervös und bei einigen Mitstreitern hat man das Gefühl als ginge es um das gelbe Trikot bei der Tour de france. Im Grunewald wartete dann der Willy, welchen ich diesmal ziemlich locker nehmen konnte. Mein Puls sagt aber etwas anderes.

In den letzten Jahren wurde es danach deutlich ruhiger, doch nicht in Startblock B. Hier wurde weiter geochst und ich befand mich größtenteils am Ende des Feldes! Die erste Stunde legte ich mit einem Schnitt von über 40km/h zurück und es wurde auch nicht viel langsamer. Das Wetter spielte mit und auch meine Beine machten einen guten Eindruck! Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich diesmal das Essen und Trinken nicht vernachlässigte. Nach etwa 2h Fahrt zeigte der Tacho sportliche 80 km an und ich befand mich schon wieder auf dem Weg nach Berlin!

Die B101 rollten wir mit einem 40er Schnitt und hier hatte ich das erste mal das Gefühl mich ein wenig erholen zu können. Davor gab es nur ein Gas – Vollgas! Wie in den letzten Jahren tauchte das Phänomen auf, dass in Berlin keiner mehr richtig Lust hat, vorne Tempo zu machen! Ich versuchte mich ein paar mal in dieser Disziplin, aber so richtig wollte/konnte keiner mehr folgen! Nachdem ich dann eine Gruppe fand, in der ich mich auch an der Spitze beteiligte wurde das Tempo noch einmal höher, pendelte sich aber so bei 37km/h ein. Meine Kräfte gingen aber auch langsam zu Ende und ich war froh mit letztem Krafteinsatz dem Feld folgen zu können. Die letzten 3 km verliefen ruhig und ich verzichtete, anders als in den Vorjahren, darauf noch einmal zu alleine im Wind zu fahren. So konnte ich die Zieleinfahrt genießen und die Stimmung aufsaugen. Generell war an der Strecke viel los und ich hatte das Gefühl, dass die Berliner und Bewohner des Speckgürtels Lust auf Radsport haben.

Im Ziel bekam ich meine Medaille und verpflegte mich mit Wasser, Isodrinks und einem herrlichen alkoholfreien Hefeweizen. Auf den Besuch der Messe verzichtete ich, da diesmal keiner in der Familie Zeit hatte dem Rennen beizuwohnen und ich somit nicht alleine schlendern wollte.

Meine Garmin zeigte im Ziel eine Zeit von 2h55min für 117km an und auf meiner Medaille steht eine ähnliche Zeit. Dass ich unter 3h bleibe hätte ich nicht gedacht, auch wenn ich natürlich in einem schnelleren Startblock gestartet bin. In der Wertung des Veranstalters, knackte ich den 40 km/h Schnitt und bei Strava schrammte ich nur haarscharf vorbei.

Hier geht es zu den Strava-Daten.

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meiner Leistung. Mit einem Schnitt über 40km/h hätte ich niemals gerechnet und Platz 48 in meiner Altersklasse (Gesamtplatz 617) ist auf jeden Fall in Ordnung. Nach Auswertung der Daten bestätigt sich auch mein Eindruck. Der Anfang war sehr schnell und ich befürchtete mehrmals, dass der „Mann mit dem Hammer“ gleich vorbeischaut. Am Ende war das Tempo nicht mehr so hoch, sodass hier noch Optimierungsbedarf besteht.

Vielen Dank auch an die zahlreichen Helfer an und auf der Strecke. Eine wirklich gelungene Veranstaltung.

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3 Kommentare zu “Velothon 2016

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