RTF „Zwischen Havel und Elbe“ in Rathenow

Da mir noch 10 Punkte auf meiner Wertungskarte fehlen und Rathenow direkt um die Ecke ist (halbe Stunde mit dem Auto) entschied ich mich spontan an der RTF „Zwischen Havel und Elbe“ in Rathenow teilzunehmen. Am Sonntagmorgen um 7:40 Uhr packte ich mein Rad ins Auto und es ging nach Rathenow. Dort angekommen begrüßte ich meinen Schwiegervater und seinen Kumpel, die anfangs die 110km Strecke anpeilten. Nach schneller Anmeldung und Vorbereitung des Rades und des Fahrers (ich). Um 9 Uhr fiel der Startschuss und ein überschaubares Fahrerfeld machte sich auf den Weg.

Die erste Stunde legten wir in Zweierreihe mit einem 32er Schnitt zurück, doch leider spaltete sich die Gruppe schon nach 19 km, da hier bereits der erste Kontrollpunkt wartete. Danach ging es in einer kleinen Gruppe weiter und ich beteiligte mich rege an der Führungsarbeit. Die Gruppe funktionierte gut und so blieb der Schnitt auch in der nächsten Stunde bei etwa 33km/h. 20km später wartete schon der nächste Kontrollpunkt, an dem sich die Gruppe weiter verkleinerte. Dem Tempo tat dies auf der flachen und windanfälligen Strecke jedoch kein Abbruch und so blieb das Tempo konstant zwischen 32-33km/h.

Nach 75km erfolgte dann die Streckenteilung der 110km und 150km Strecke. Da mein Schwiegervater nach langer Rennpause Lunte gerochen hatte, begaben wir uns also zu dritt auf die lange Schleife. Sein Kumpel (Klaus) und ich wechselten uns im Wind ab, sodass mein Schwiegervater (Klaus) weiterhin entspannt mit uns mitrollen konnte. Weder vor noch hinter uns waren andere Teilnehmer erkennbar, sodass wir unser eigenes Tempo fuhren. Die 35km bis zum nächsten Kontrollpunkt legten wir in einer Zeit von 1h03min zurück und als zusätzliche Herausforderung wartete noch der berühmte und berüchtigte Anstieg in Kotzen, welcher zwar kurz, aber mit 12 % Steigung zum Kotzen ist. Immer wieder richtete ich meinen Blick in Richtung Westen, denn hier zog eine ordentliche Regenfront auf. Als wir den letzten Kontrollpunkt 33km vor dem Ziel erreichten und uns verpflegten, fing es heftig an zu regnen. Dank der Helfer vor Ort, welche uns eine Plane organisierten blieben wir halbwegs trocken. Ein kurzer Blick aufs Regenradar zeigte, dass die Regenfront schnell an uns vorbeizieht. Nachdem der Großteil überstanden war, begaben wir uns auf die letzten Kilometer. Anfangs wurden wir sowohl von oben (Regen), als auch von unten (nasse Straße) nass, aber dennoch konnte ich vorne ein ordentliches Tempo fahren. Zudem bot sich die Gelegenheit meine neuen Bremsbeläge von Kool Stop bei schlechten Wetter zu testen. Fazit: Feintuning bei der Einstellung erforderlich, aber Bremsleistung schon jetzt besser als mit Originalbelägen.

In mir schlummerte der Wunsch den 32km/h Schnitt ins Ziel zu bringen. Die letzten Kilometer nach Rathenow beglückten uns noch einmal mit Sonne, aber auch viel Gegenwind. Mit dem Ziel Rathenow vor Augen ging es in einem guten Tempo durch die letzten Ortschaften und so langsam machten sich auch meine Beine bemerkbar. Nachdem Klaus den Großteil der Strecke im Windschatten verbracht hatte, attackierte er an der letzten Bahnüberführung. 🙂 Mein Nachsetzen merke ich noch heute in den Oberschenkeln. Im Ziel angekommen gab es eine nahrhafte Bockwurst mit Senf und wir beglückwünschten uns, und vor allem (Klaus Senior) zur erbrachten Leistung. Ich holte meine Wertungskaret ab und es fehlen noch 6 Punkte bis zum Saisonziel 25 Punkte.

Bilder habe ich auf der Strecke leider keine gemacht, aber hier könnt ihr ein kleines Video sehen, welches mit der Strava-Erweiterung „Relive“ erstellt wurde. Den Link zu meiner Strava-Aktivität findet ihr hier.

Eine wirklich tolle Strecke und auch die Ausschilderung und Verpflegung war super. Vielen Dank auch an die Organisatoren und Helfer entlang der Strecke, denn ohne Sie wäre eine solche Veranstaltung nicht denkbar.

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